Wechsel zur Allnet Flat nicht immer von Vorteil

Wechsel zur Allnet Flat nicht immer von Vorteil

Die deutschen Mobilfunkanbieter drängen derzeit vor allem mit neuen Allnet Flats auf den Markt. Unter dem aus dem englischen Sprachraum stammenden Begriff versteht man einen Handytarif bei dem alle Gespräche ins deutsche Festnetz sowie in alle Mobilfunknetze bereits in der Grundgebühr enthalten sind. Die Mehrheit der angebotenen Tarife umfasst zudem auch eine Internet Flatrate zum surfen mit dem Mobiltelefon. Im Vergleich finden sich günstige All Net Flat Verträge ab knapp 20 Euro Grundgebühr pro Monat (O2 und E-Plus Handynetz). Der Wechsel in einen derartigen Pauschaltarif lohnt sich aber nicht für Jeden, wie der nachfolgende Überblick zeigt.

Vieltelefonierer profitieren beim Wechsel

Vieltelefonierer, also Mobilfunkkunden mit mehr als 50 Euro auf ihrer monatlichen Handyrechnung, sparen auf jeden Fall mit der Buchung einer Allnet Flat. Bei einer derartig hohen Rechnungssumme spielt nicht einmal mehr das bevorzugte Mobilfunknetz oder zum Teil nur zusätzlich angebotene Inklusivleistungen wie SMS oder Internet Flatrate eine Rolle, da die günstigsten Allnet Flat Offerten inklusive Internet und SMS Flat im D-Netz bereits für unter 40 Euro zu haben sind. Wer aufgrund des Ausbau- und Verfügbarkeitsgrads das D2 Mobilfunknetz von Vodafone bevorzugt, ist mit den Tarifen von 1&1 gut beraten. Hier erhalten Endverbraucher Verträge bereits für unter 30 Euro pro Monat. Wer wer das Telekom D1 Handynetz präferiert, findet preiswerte Flatrates für alle Netze bei congstar und Freenetmobile. Beide Unternehmen vermarkten entsprechende Vertragstarife bereits für unter 30 Euro Grundgebühr pro Monat. Inklusive SMS Flatrate fallen rund 35 Euro pro Monat an.

Allnet Flats lohnen sich für Normaltelefonierer nicht immer

Für Normaltelefonierer lohnt sich der Wechsel zu einem pauschal abgerechneten Flatrate Tarif nicht immer. Hier kommt es vor allem auf die individuellen Nutzungsgewohnheiten an. Wer beispielsweise weniger als 500 Einheiten (Telefonminuten und SMS) pro Monat verbraucht, zahlt bei einer Allnet Flat mitunter 17 Prozent zu viel. Setzt man als Referenzwert einen knapp 20 Euro teuren Allnet Flat Tarif an und vergleicht diesen mit dem 16,95 Euro teuren Smart Tarif von Fonic, zeigen sich deutliche Preisvorteile für das Angebot mit 500 Inklusiv-Einheiten. Eine Internet Flatrate zum mobilen Surfen mit dem Handy oder Smartphone ist auch bei Fonic bereits in der Grundgebühr enthalten. Wer noch weniger telefoniert und auf die mobile Internetnutzung mit dem Handy verzichten kann, fährt in aller Regel mit einem Prepaid-Angebot besser. Hier gibt es Anbieter mit Minutenpreisen ab sechs Cent. Zu nennen sind hier unter anderem die Discount-Tarife von N-TV Go, helloMobil und WinSIM. Kunden, die sich nicht sicher sind, ob eine Allnet Flat beim eigenen Nutzungsprofil wirklich Sinn macht, können einen derartigen Vertrag auch erst einmal ohne Mindestlaufzeit abschließen. Im Vergleich zu Zweijahresverträgen fallen hier aber regelmäßig höhere Kosten an, so dass sich der Wechsel vor allem lohnt, sofern Kunden besonderes Augenmerk auf die vertragliche Flexibilität legen oder das jeweils genutzte Netz zunächst (unverbindlich) testen wollen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen